Hochzeit und Hochzeitsfeier: Warum heißt das so?

„Hochzeit“

Die Vorsilbe „Hoch“ bzw. ihre Wurzel „hu“ bedeuten soviel wie schwellen, wachsen und schwanger sein, erklärt die Wikipedia. Früher wurde der Begriff für jede hohe Feier verwendet. Er kommt vom mittelhochdeutschen hÌhzót (hÌhgezót) und vom althochdeutschen hÌhzit. Bis ins späte Mittelalter waren damit hauptsächlich die vier christlichen Jahresfeste Ostern, Pfingsten, Allerheiligen und Weihnachten gemeint, es konnte aber auch weltliche Feste bezeichnen. Hochzeit ist ein Begriff, der ursprünglich „Festzeit“, also jedes hohe christliche Fest (auch die Eheschließung) bezeichnete, sich aber auf die Bedeutung „Eheschließung“ reduziert hat. Er betont die Ausdrucksformen der Feierns anlässlich der Heirat oder Verpartnerung.

Hochzeitsfeier

Der Begriff „Hochzeitsfeier“ (auch Heirat oder Trauung genannt) beschreibt heute die Ausdrucksformen des Feierns anlässlich der Schließung einer Ehe oder eingetragenen Partnerschaft.

In vielen Kulturen beschränkt sich die Hochzeit nicht auf eine kurze, abgeschlossene Zeremonie, sondern findet über einen längeren Zeitraum statt. Ethnologen sprechen in diesem Fall von einer gradualistischen Annäherung an die Ehe. Die Hochzeit kann als Passageritus für Braut und Bräutigam betrachtet werden.

Bei der Hochzeit findet in vielen Kulturen ein ritueller Austausch von Gütern oder Diensten statt (Brautgabe, Mitgift, Morgengabe), diese gehören in vielen Fällen zu den wichtigsten ökonomischen Transaktionen im Leben eines Individuums neben der Kinderversorgung.

Viele unterschiedliche Hochzeitsbräuche gehören zu den traditionellen Feiern, etwa der Polterabend.